Die Betriebs- und Hofgruppe berichtet zur Entwicklung des Hofes in einer durchaus speziellen Zeit. Hier läuft vieles wie gewohnt weiter, was uns aktuell als grosses Privileg erscheint. Um es mit den Worten unserer lieben Heiteren Fahne zu beschreiben: „Der Idealismus fordert die Realität zum Tanz auf - das Herz klopft.“

Von der Hauptversammlung

khler wand radiesli 2020

Unsere diesjährige HV, die am 15. März geplant war, mussten wir verschieben. Sobald wir wissen, wann eine HV möglich ist, informieren wir euch über das neue Datum.

Zum aktuellen Stand des Thema Hofkauf berichten wir deshalb in diesem Wachstumsbericht. Wir halten euch so weiterhin auf dem Laufenden. 

Als Schwerpunkt der Hoführung hatten wir das Thema Bodenpfege und Klima vorgesehen. Darum auch dazu eine Vertiefung in diesem Wachstumsbericht.

Gerne überbringen wir auf diesem Weg aber bereits schon die gute Nachricht zu unseren Finanzen: Wir konnten das letzte Jahr mit einem kleinen Plus von Fr. 237.94 abschliessen. Budgetiert war eigentlich ein Minus von Fr. 7‘300.-. Möglich ist das, weil einerseits die Hofgruppe haushälterisch mit den Mitteln umgeht, andererseits sind die Direktzahlungen um Fr. 6‘000.- höher als budgetiert. Da zahlt sich die mit Direktzahlungen belohnte, zunehmende Biodiversität aus. Und im Budget für‘s 2020 rechnen wir mit einen kleinen Gewinn von Fr. 5‘000.-.

Uns freut das ausserordentlich, zeigt es doch, dass wir auf einem guten Weg sind und das es möglich ist, einen ganzen Hof solidarisch zu tragen!

Hofkauf

palme und regenbogen radiesli 2019

Die Hofgruppe bewirtschaftet den ganzen Hof jetzt seit 2016 als GmbH. Vieles musste neu aufgebaut werden und es war für uns alle eine grosse Herausforderung, den ganzen Hof als solidarische Landwirtschaft neu aufzubauen. Es erfüllt uns mit Stolz und Freude: Der Hof wird mittlerweile zu fast 90% solidarisch getragen und wir konnten das Jahr 2019 mit einem kleinen Plus abschliessen! Es sieht so aus, als sei es tatsächlich möglich, den Hof auf diese Weise zu bewirtschaften und zu tragen.

Mit Ueli und Elisabeth Leibundgut besprechen wir seit rund zwei Jahren einen möglichen Hofkauf. Sie wollen dem radiesli den Hof verkaufen, da ihre Kinder ihn nicht übernehmen wollen. Wir schätzen uns glücklich! Ebenfalls seit längerem beschäftigen wir uns darum mit der Frage, WIE das radiesli den Hof sinnvollerweise kauft.

Es gibt hierzu einiges zu beachten, vor allem das bäuerliche Bodenrecht. Gemäss diesem können nur Landwirt*innen Landwirtschaftsland kaufen, dadurch wird das Land vor Spekulationen geschützt. Es verunmöglicht aber einer juristischen Person, wie z.B. einem Verein wie dem radiesli einen Hofkauf.

Wir erachten es aber für die Idee unseres Projektes als sinnvoll, wenn es nicht eine einzelne Person ist, die den Hof kauft. Wir verfolgten im letzten Jahr die Idee, den Hof mit einer Stiftung zu kaufen, die ihn dann an die GmbH verpachtet. Nun können Stiftungen nur in Ausnahmefällen Höfe kaufen, z.B. zum Erhalt einer langjährigen Pacht. Der Regierungsstatthalter hat leider gefunden, dass das bei uns nicht zutrift, so dass diese Möglichkeit wegfällt.

Die einzige Möglichkeit, die somit noch bleibt, ist die, dass die GmbH den Hof kauft. Die GmbH besteht zurzeit aus Niculin, Ursina, Annakatharina und Marion, Maria kam erst nach der Gründung dazu und soll aber auch Gesellschafterin werden. Die Betriebsgruppe findet es sinnvoll, dass wir die GmbH für einen Kauf noch um zwei weitere Personen aus der Betriebsgruppe erweitern, damit nicht nur die Menschen, die den Hof bewirtschaften, in der GmbH vertreten sind. Renate und Christoph haben sich dazu bereit erklärt.

Finanziell ist ein Hofkauf ohne Probleme möglich. Ueli wird voraussichtlich einen Teil des Verkaufspreises als Darlehen drinlassen, das radiesli hat selber noch einiges an Darlehen und Christoph hat bereits eine Bank gefunden, die uns den Rest leihen würde. Alles in allem kostet es nach diesen Berechnungen jährlich dann nicht mehr an Zinsen, als wir jetzt Pacht bezahlen. Wir hofen, den Kauf noch dieses Jahr abwickeln zu können, freuen uns, an der HV alles mit euch zu besprechen und halten euch bis dahin über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

Uns ist es ein grosses Anliegen, Elisabeth und Ueli unsere grosse Wertschätzung, Dankbarkeit und Freude kundzutun. Dafür, dass sie uns seit Jahren auf ihrem Hof unser Projekt umsetzen haben lassen und sich mit all den Veränderungen auseinander setzen, die das alles mit sich bringt. Und dafür, dass sie sich jetzt auch noch dazu entschliessen können, ihr Lebenswerk an uns weiter zu geben. Es ist für sie ein sehr emotionales Thema und deshalb auch wichtig, dass sie nicht immer wieder im Alltag darauf an gesprochen werden.

Bodenpflege und Klima

mulch auf tunellbeeten radiesli 2019

Unser oberstes Ziel muss die Pfege des uns anvertrauten Bodens sein, denn ein lebendiger, humusreicher Boden bindet Kohlenstof aus der Luft und bringt gesunde Pfanzen und gute Erträge hervor. Wir müssen mit unserer Bewirtschaftung vermeiden, dass der Humusgehalt sinkt, oder noch viel lieber, eine Bewirtschaftungsform fnden, die den Humusgehalt sogar steigert. Das ist im Gemüsebau eine sehr grosse Herausforderung! Denn mit jeder Gemüsetasche verlassen Nährstofe, die dem Boden entzogen wurden den Hof. Zudem bauen wir auf kleiner Fläche teilweise mehrere Kulturen nacheinander an, was sehr intensiv ist. Die Beikrautbekämpfung wird im Biolandbau hauptsächlich mechanisch gemacht, der Boden wird dadurch immer wieder oberfächlich bewegt, wodurch Sauerstof hinein kommt und Nährstofe freigesetzt werden, die zwar einerseits für die Pfanzen schnell verfügbar sind, aber andererseits auch in die Luft verschwinden können. Wir haben uns im letzten Jahr viele Gedanken zur Bodenfruchtbarkeit gemacht. Die im Herbst genommenen Bodenproben haben uns gezeigt, dass in Sachen Humusaufbau auf dem radiesli-Hof noch Handlungsbedarf besteht.

Ein grosser Schritt war sicherlich die Umstellung der Fruchtfolge beim Gemüseanbau. Seit wir den ganzen Hof bewirtschaften, haben wir die Möglichkeit, die für das Gemüse vorgesehene Fläche zu verdoppeln. Dadurch können wir auf jeder Parzelle nach zwei Jahren Gemüse zwei Jahre Kleegras einsäen. Kleegras, als geschlossene grüne Fläche ist in der Fruchtfolge die beste Möglichkeit Humus aufzubauen. Der Klee in der Mischung bindet Stickstof im Boden, der Grasanteil steigert den Kohlenstofanteil. Zudem können sich in dieser Zeit die Regenwürmer ungestört tummeln.

Bisher haben wir die Wiesen mit dem Pfug umgebrochen. Beim Pfügen wird die Bodenschichtung durcheinander gebracht, was ein grosser Stress für die Mikroorganismen bedeutet und es werden klimaschädliche Gase freigesetzt. Wir probieren deshalb nun, die Wiesen mittels Fräse und Spatenmaschine umzubrechen. 

Im Gemüseanbau versuchen wir zudem, möglichst viel Material, also Beikraut, Erntereste, Gründüngungen an Ort und Stelle wieder in den Boden einzuarbeiten. Wir halten den Boden möglichst bedeckt, mulchen, wo möglich und säen Untersaaten. Beim Mulchen stellt sich immer die Frage, woher wir das Material nehmen. Um ein Beet mit Gras zu mulchen, braucht es eine etwa 3 mal so grosse Fläche Wiese, die man mähen kann. Untersaaten versuchen wir dieses Jahr neu bei Kohl, Mais und Lauch. Sie sollen den Boden bedecken und wenn wir dann im Herbst geerntet haben, ist der Boden bereits gedeckt. Des weiteren bemühen wir uns, die Maschinen, also Bodenfräse und Spatenmaschine, möglichst sparsam einzusetzen.

Im Herbst säen wir Gründüngungen, damit der Boden über den Winter bewachsen ist. So wird verhindert, dass Nährstofe ausgewaschen werden und die Pfanzen können, wenn immer möglich, Photosynthese betreiben und Kohlenstof binden.

Klimaschutz auf dem radieslihof?!

Immer wieder werden wir gefragt oder fragen uns auch selber, was wir denn eigentlich mit der Bewirtschaftung auf unserem radieslihof gut oder sogar, verglichen mit der konventionellen Landwirtschaft, besser fürs Klima tun. Denn:

„die Landwirtschaft trägt weltweit mit 10 bis 15 Prozent zu den gesamten Treibhausgasemissionen bei. Berücksichtigt man die Emissionen aus der Zulieferindustrie (Dünger, Pestizide), von Transporten, Lagerung, Kühlung und aus der Abholzung von Wäldern für den Ackerbau, beträgt der Anteil sogar bis zu 30 Prozent.“

Es ist also sehr wichtig, sich als Landwirtschaftsbetrieb diese Frage zu stellen. Die zwei Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) spielen in der Landwirtschaft eine grosse Rolle. Methan ist 25 mal klimaschädlicher als CO2, Lachgas sogar 298 mal. Wir möchten im folgenden Text auf drei Handlungsbereiche und deren Emissionen schauen: die Tierhaltung, das Düngermanagement und die Bodenbewirtschaftung.

Es ist also sehr wichtig, sich als Landwirtschaftsbetrieb diese Frage zu stellen. Die zwei Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) spielen in der Landwirtschaft eine grosse Rolle. Methan ist 25 mal klimaschädlicher als CO2, Lachgas sogar 298 mal. Wir möchten im folgenden Text auf drei Handlungsbereiche und deren Emissionen schauen: die Tierhaltung, das Düngermanagement und die Bodenbewirtschaftung.

Die Tierhaltung

Kühe werden ja wegen ihren Methanausdünstungen oft als klimaschädlich dargestellt, gleichzeitig befnden sich die fruchtbarsten Böden der Welt überall dort, wo Jahrhunderte lang grosse Rinderherden geweidet haben. Fruchtbarer, humoser Boden ist ein grosser Kohlenstofspeicher. 

In unserer Fruchtfolge ist die Kleegras-Wiese ein wichtiger Bestandteil zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Kühe können diese Wiesen nutzen und dank ihrem Verdauungssystem mit Millionen von Mikroorganismen für die menschliche Ernährung wichtige und hochwertige Eiweisse in Form von Milch und Fleisch „herstellen“. Natürlich bestünde auch die Möglichkeit, diese Kleegras-Wiesen als Mulch zu benutzen. Dafür braucht es aber eine ziemliche „Ausrüstung“ an spezialisierten Maschinen oder sehrsehrsehr viel mühsame Handarbeit. Kühe hingegen können sich ausschliesslich von Gras ernähren und schenken uns dabei erst noch ihren Mist, der sehr wertvoll für die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit ist und uns ermöglicht auf klimaschädigenden Kunstdünger zu verzichten. Der Humusgehalt kann auf einer mit Kleegras bewachsenen Parzelle zudem gesteigert werden. Kühe tragen also doppelt zur Humusbildung bei.

Kühe machen ja vor allem auch viel Sinn an Orten, wo kein Acker- und Gemüsebau betrieben werden kann, deshalb ist es sehr wichtig, dass wir auf dem radiesli-Hof sorgfältig und bewusst damit umgehen, dass und wie wir Tiere halten. Wir haben deshalb unsere Herde von den ursprünglich angedachten zehn Mütter verkleinert auf 8. Im Sommer gehen unsere Tiere zudem z‘Alp, weiden also auf Flächen, wo kein Gemüsbau betrieben werden kann, so dass wir im Tal die Fläche für die menschliche Ernährung brauchen können.

Es ist ganz wichtig, dass unsere Tiere gesund sind und lange und artgerecht leben. Denn je älter die Tiere werden, desto weniger Methan produzieren sie im Verhältnis zu ihrer Lebendleistung. Wir streben ausserdem an, die Tiere ausschliesslich mit betriebseigenem Futter zu versorgen, was uns in den letzten Jahren noch nicht zu hundert Prozent gelungen ist. Unsere Kühe erhalten zum Fressen nur Rauhfutter, kein Kraftfutter, denn bei dessen Produktion entstehen unnötige Treibhausgase.

Auf dem radiesli-Hof haben wir das Glück, dass alle unsere Wiesen und Weiden in Gehdistanz sind. Die Kühe können also, sobald das Gras wächst selber rausgehen und sich ihr Futter holen. Wir brauchen keine Maschinen um ihnen das Futter im Stall füttern zu können.

Am klimafreundlichsten sind die sogenannten Zweinutzungsrassen. Das sind Kuhrassen, die von ihrer Milchleistung her gemolken werden können, sich aber gleichzeitig auch für die Fleischproduktion eignen, da sie gut Fett und Muskeln ansetzen. Idealerweise würden wir also unsere Kühe auch melken, denn es sind alles Zweinutzungsrassen. Bis jetzt haben wir einfach den erheblich grösseren Arbeitsaufwand gescheut!

Bodenbewirtschaftung und Düngermanagement

Grundsätzlich ist es schon mal gut, einen Hof biologisch zu bewirtschaften, denn biologisch bewirtschaftete Böden können dank ihrer hohen Bodenaktivität bis zu 450 kg mehr C pro Hektare und Jahr speichern als konventionelle und dank dem Verzicht auf Kunstdünger und dadurch geringeren N-Input setzten bio-Böden weniger Lachgas frei. Wie bereits im Teil „Bodenpfege“ erwähnt ist der Humus ein grosser Speicher von Kohlenstof. Es gilt also alles zu tun, um den Humusgehalt und so die Bodenfruchtbarkeit zu steigern und den Boden gesund zu halten. Wir machen dies mit einem grossen Anteil Kunstwiese in der Fruchtfolge, in dem wir möglichst viel Fläche begrünt halten (also auch Untersaaten in Gemüse und Getreide einsäen) oder mit Mulch. Ein wichtiger Teil zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit ist zudem der Einsatz von Hofdüngern. Auch dies ist allerdings nicht ganz einfach. Denn Gülle oder frischer Mist setzen nach deren Ausbringung ebenfalls Lachgas frei. Deshalb kompostieren wir den Mist während einiger Monate auf einer gedeckten Miete. So werden weniger Treibhausgase freigesetzt und der kompostierte Mist ist für die Mikroorganismen des Bodens direkt umsetzbar und steigert dadurch den Humusgehalt. Unsere Gülle verdünnen wir recht stark und bringen sie mit dem Schleppschlauch aus, damit sie schnell im Boden gebunden werden kann und dabei möglichst wenig Ammoniak in die Luft gelangt.

Auch die Bodenbearbeitung stellt uns vor einige Herausforderungen: So ist das Pfügen, also die relativ tiefe und wendende Bodenbearbeitung sehr schlecht für die Mikroorganismen, sie werden in ihrer Aktivität stark gehemmt, was natürlich rasch Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit hat. Ideal ist eine möglichst oberfächliche Bodenbearbeitung und allgemein so wenig Bodenbearbeitung wie möglich. Was aber beim Umbruch einer Kleegraswiese gar nicht so einfach ist. 

Wir haben dieses Jahr deshalb zum ersten Mal probiert, die Wiesen vor dem Gemüse mit der Fräse und der Spatenmaschine umzubrechen. Um mal erste Versuche zu starten, haben wir dazu die alte Erdbeerfräse von Ueli wieder in Betrieb genommen, und probiert, damit das Gras oberfächlich abzuschneiden und zu zerhacken. Danach erfolgte eine etwas tiefere, aber möglichst nicht wendende Bodenbearbeitung mit der Spatenmaschine. Das tönt alles leichter als gemacht! Es war danach noch sehr viel Handarbeit nötig um einigermassen brauchbare Beete zu erhalten.... Wir sind da also noch lange nicht am Ideal angelangt.

Und auch hier ist es ein Kompromiss, denn zapfwellenangetriebene Geräte wie die Fräse sind auch immer ein ziemlicher Regenwurmkiller. Der Plan wäre also gewesen, möglichst dann zu Fräsen, wenn der Boden oberfächlich noch gefroren ist, was in diesem Winter schwierig war, da es schlicht zu selten gefror! Leider entsteht bei einer so oberfächlichen Einarbeitung von Pfanzen aus deren Eiweissteilen wieder Lachgas.... Es beibt noch viel zu tun – wir bleiben dran.

Einige Angaben aus diesem Text stammen aus dem FiBL Merkblatt "Klimaschutz auf Biobetrieben" andere aus dem Buch "Die Kuh ist kein Klimakiller" von Anita Idel. Ebefalls lesenswert in diesem Zusammenhang: https://www.woz.ch/-4dad.

Arbeitsgruppen

nhaktion wirkerei radiesli radiesli 2019

Wir sind immer dabei, die vielen Aufgaben rund um unsern Hof und unser Projekt auf möglichst viele Menschen zu verteilen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Arbeitsgruppen, die teils regelmässig und über längere Zeit, teils auch projektmässig für kürzere Zeit bestehen. In den meisten Gruppen sind auch Menschen aus der Hof- oder Betriebsgruppe dabei, die den Wissenstransfer gewährleisten.

Wir wollen diese wichtigen aktiven Gruppen 2019/20 hier kurz vorstellen um zu verdeutlichen, wie breit unsere Tätigkeit im Verein abgestützt ist und es weiterhin gerne noch mehr werden kann. Wer gerne in einer AG mitarbeiten möchte, melde sich doch bei der Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

AG der aktuellen Abonnemente mit Hofgruppe plus Regula, Renate, Jeanette, Liv und Anita. Hier wird daran weiter gearbeitet, wie wir Gemüse, Obst, Eier und Fleisch am besten verteilen. Es wird bei Bedarf überdacht, wie der Arbeits- und Ressourcenaufwand im Verhältnis zu dem Richtpreisen steht und es werden jährlich Rückmeldungen bei den Mitgliedern erfragt, Anbaufächen bei der Hofgruppe bestellt und Anliegen platziert.

AG Hochstamm mit Jeanette, Astrid, Michl und Ursina erarbeitet unser zukünftiges Früchteabo. Noch sind unsere Bäume ja zu klein um eine nennenswerte Ernte abzuwerfen, es gibt jedoch bald nähere Infos und Anmeldemöglichgkeiten fürs Aufbauabo. 

AG Kräuter mit Astrid und Denise. Der kleine Kräutergarten wird betreut, die Kräuter werden ab und zu ins Gemüseabo gegeben oder getrocknet und verarbeitet. Astrid hat letztes Jahr ganz wunderbares Kräutersalz und Tee produziert. Es gab diverse Gelegenheiten, Salz und Tees zu kaufen und zu bestellen und es hat immer noch! Den Erlös haben die zwei eingesetzt um einen tollen Solartrockner zu bauen, der ab diesem Sommer auf dem Hof eingesetzt werden soll.

AG Kultur mit Liv, Astrid, Judith, Simon, Elke, Noemi, Sara und Ursina organisierte in den letzten Jahren die Kultursommer und wird hofentlich auch dieses Jahr noch etwas kleines Feines auf die Beine stellen dürfen. Wir suchen immer Leute, die mitarbeiten mögen, wer Lust hat, bitte gerne melden bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

AG Administration mit Delia, Felix, Judith und Christoph ist zuständig für Anmeldeprozedere, Verteillisten, Depotbetreuung, Anteilscheineverwaltung, Zahlungverkehr, Buchungen, Verwaltung vom mysradiesli, Verwaltung von Darlehen, Spenden und Ähnlichem.

AG Öfentlichkeitsarbeit mit Anne, Ralph, Michl und Ursina kümmert sich um die Repräsentation des radieslis nach Aussen, d.h. um die Bekanntmachung oder das Gespräch über unser Projekt, Anfragen aller Art, Events, Auftritte, Präsentationen, Hofführungen, Schulklassen, Forschungsarbeiten, Politisches, usw. Sie ist über zu erreichen.

Oftmals ruft die BG bei Bedarf an neu anfallenden Neben-dem-Acker-Arbeiten fürs radieslis via Beipackzettel oder Mail zur Mitarbeit auf. Ihr seid herzlich eingeladen, mal in eine Gruppe reinzuschauen oder auch eigenständig ein Herzenswunsch-Projekt zu lancieren, wie dies bei der grossartigen Säckli-Nähaktion (Bild oben) geschehen ist. Im mysradiesli könnt ihr die Kontakte zu allen Mitgliedern und Rollen (Mailinglists oder Gruppen) fnden und euch so auch selbständig organisieren.

Falls jemand von euch an einer Mitarbeit in der Betriebsgruppe interessiert ist – wir suchen auch da immer noch 1-2 Menschen, die uns unterstützen. Seit wir 2016 den ganzen Hof bewirtschaften gibt es auch für die Betriebsgruppe durchaus mehr zu tun und die aktuelle BG ist bereits gut ausgelastet. Wer interessiert ist, melde sich gerne bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Menschen auf dem Hof

zweibeln stecken radiesli 2020

Dieser Frühling ist ja ein ganz Besonderer, viele haben anders Zeit und kommen zum Arbeiten auf den Hof und viele haben sich bereit erklärt, regelmässig zu kommen, sollte es denn nötig sein. Dank dem, dass jeden Tag einige Mitglieder auf den Hof kommen, können wir die ausfallenden Aktionstage gut aufangen. Soviel Solidarität und Wertschätzung zu erfahren ist wunderbar!

Dank den vielen Einzahlungen auf den solifonds wird es möglich, Ali und Sohrab für je 4 Monate anzustellen. Das ist grossartig! Sie werden von Mai bis August zu je 40% als Praktikanten auf dem Hof mitarbeiten. Unsere Erfahrungen der letzten zwei Jahre mit Mohammed und Shoaib haben gezeigt, dass es für alle ein Gewinn ist. Auf dem Hof hatten wir zusätzliche Hilfe und Mohammed und Shoaib konnten viel proftieren: Deutsch lernen, Kontakte knüpfen und beide haben im Anschluss eine Lehrstelle gefunden. 

Im letzten Jahr haben Morits und Stephanie im Rahmen ihrer Ausbildung bei uns gearbeitet. Morits hat den Nebenerwerbskurs Landwirtschaft gemacht und hat seine Prüfung hier auf dem Hof inzwischen erfolgreich bestanden. Seine tolle Vertiefungsarbeit zum radieli Hof fndet ihr auf Anfrage im radiesliraum. Stefanie macht die Zweitausbildung Landwirtschaft und bleibt uns erfreulicherweise noch für ein weiteres Jahr erhalten, sie ist zwei Tage auf dem Hof. Zudem wird in diesem Sommer Mirjam an zwei bis drei Tagen bei uns mitarbeiten, sie macht ebenfalls den Nebenerwerbskurs. Alle drei arbeiten unentgeltlich. Wir haben zurzeit keinen Budgetposten für Lernende und Praktikant*innen, sie wollen aber alle trotzdem bei uns arbeiten. Ein grosses Danke an dieser Stelle dafür! Maria startet in diesem Winter die 2-jährige Betriebsleiterinnenschule, kann danach Meisterbäuerin werden und wir können somit auf dem radieslihof zukünftig auch Lehrlinge fürs EFZ Landwirt*in (nicht “nur für den Nebenerwerbskurs oder die 2.Ausbildung) ausbilden. Grossartig! 

Auch die Hofkinder starten unter der Leitung von Renate und Dominique in die zweite Saison, sobald es die Umstände zulassen. Sie werden jeweils am Mittwoch Nachmittag auf dem Hof sein.

Mai bis Juli ist zudem die Volontärin Evelyne auf dem Hof. 

So wird der Hof auch diesen Sommer wieder summen, zumal wir radiesli Mitglieder ja auch noch alle aufs Feld kommen! Nach wie vor gibt es viele Anfragen von Institutionen, Schulen und andern Projekten für Führungen und Workshops auf unserm Hof. Die Hofgruppe hat an ihrer Retraite im Januar gemerkt, dass sie sich eine Pause wünscht, da ihr Alltag auch so schon reich ist an menschlichem Trubel und Bewegung. Deshalb werden wir im 2020 keine solchen Anlässe durchführen. Ausnahmen kann es geben, wenn es unmittelbar um die Landwirtschaft geht, wenn also unsere Nachbarsbauern eine Betriebsbesichtigung machen wollen oder wenn es ein Vernetzungstrefen der SoLaWis geben soll.

Kulturelles

kultursommer radiesli 2019

Der kleine feine radiesli Chor besingt unsere HVs und zwitschert ab und zu an einem Kultursommeranlass. Die Proben sind jeweils am Dienstag Abend - im Winter in Bern, im Sommer in Worb. Gesungen werden Lieder querbeet durch Kulturen und Stile, alles ohne Leitung, dafür mit viel Freude, und wir freuen uns über Zuwachs! Der Kultursommer 2020 war in den Startlöchern... nun sind wir hofnungsvoll unser reduziertes Programm in geeigneter Form durchführen zu dürfen und warten vorerst ab wie sich die Lage verändert und was allenfalls 2020 noch möglich wird. Und sonst freuen wir uns dann aufs 10-Jahres-Jubiläum im 2021, wo sicher die Kuh steppt!

Freie Abonnemente

Apfelernte 2019

Wer daran interessiert ist: Bitte sofort anmelden! Hier gehts zu Anmeldeformular und Beitrittserklärung. Für Gemüseabo und Eier kann man sich mit einer regulären Anmeldung via Beitrittserklärung auf die Warteliste setzen lassen. 

Wer Menschen kennt, die sich eventuell füs radiesli und eines der freien Abos begeistern liessen – bitte schickt ihnen eine unserer Postkarten und macht somit die wertvollste aller Werbungen – mit eurer persönlichen Empfehlung :-)


Dies soweit zu Vielem, was uns derzeit beschäftigt rund ums radiesli. Schön, hast Du unseren Bericht gelesen und auf bald auf dem Hof! 

Mit ganz herzlichen Grüssen! 

Die radiesli Betriebs- und Hofgruppe mit Delia, Felix, Michl, Erich, Renate, Marion, Christoph, Annakatharina, Maria, Niculin und Ursina


 PDF des Wachstumsbericht Hof Nr. 10 von 2020