Anbau

Unser Feld misst 47 x 109 Meter (also gut eine halbe Hektare), dazu kommt ein grosser Folientunnel. Das Feld haben wir in 6 Abteile (Schläge) unterteilt, die Namen von sechs Blumen tragen, damit wir uns einfacher verständigen können, wenn wir von einer bestimmte Stelle sprechen. Die Schläge rotieren grundsätzlich jedes Jahr um eine Station im Uhrzeigersinn, siehe Anbauplan 2016.

Die Rotation der Schläge ist wichtig für die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Es soll vermieden werden, dass der Boden einseitig oder übermässig beansprucht wird. Gemüse mit einem hohen und solche mit einem geringeren Nährstoffbedarf wechseln sich auf dem Feld ab. Auch zwischen den verschiedenen Pflanzenfamilien (Doldenblütler, Kohlgewächse, Liliengewächse usw.) werden möglichst grosse Anbaupausen eingeplant. Zu diesem Fruchtfolgeablauf gehören auch Brachflächen. Abwechslungsweise werden 20% unserer Feldfläche mit einer Gründüngungsmischung eingesät und liegen während eines Jahres brach. So gibt es für den Boden regelmässige Erholungsphasen. Ein vielseitig und sorgfältig bebauter Boden bietet Krankheiten und Schädlingen weniger Raum.

In zwei 8 Meter langen Frühbeetkasten, die wir im Januar mit frischem Mist packen, um so eine natürliche Bodenheizung zu bekommen, ziehen wir unsere ersten Pflänzchen an. Auch später im Jahr wachsen dort geschützt vor Wind und Wetter unsere Setzlinge, sowie auch unser Basilikum (siehe Foto unten).

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Der 8 x 30 Meter grosse Folientunnel gehört im Sommer den Tomaten, Auberginen, Gurken und Peperoni. Im Winter wachsen dort Nüssler, Portulak und Rucola und im Frühling frühe Fenchel, Kohlrabi, erste Salate, Spinat... Der Tunnel ist unbeheizt.

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Unser Sortiment ist reichhaltig: Wir bauen auf unserem Feld ca. 60 verschiedene Gemüse in vielen Variationen an, 35 davon sind Pro Spezie rara Sorten. Dazu kommen mehr als ein Dutzend verschiedene Kräuter, mehr dazu in der Gemüseliste und Sorten 2016.