Ab dem Januar 2016 dürfen wir den Hof, wo wir bis anhin Gemüse angebaut haben, ganz übernehmen. Wir freuen uns riesig über diese Chance, denn es ist nötiger denn je, in der Landwirtschaft andere Modelle zu erproben! Der Prozess in dem das radiesli damit steckt ist enorm spannend und davon gibts eine Menge zu berichten.

  1. Pachtvertrag und Inventar
  2. Die Hofgruppe
  3. Zukunftspläne
  4. Bauen
  5. Orgaradiesli - Würzeliorganisation
  6. Finanzen
  7. Gemüse Abo 2016

Pachtvertrag und Inventar

Am 21. November haben wir den Pachtvertrag unterzeichnet! Es gibt jetzt also kein Zurück mehr. Ab dem 01.01. werden wir mit der Arbeit beginnen... Auch haben wir Uelis Inventar, d.h. seine Traktoren und Maschinen kaufen können. Zusammen mit einem offiziellen Schätzer haben wir uns auf rund 25'000.- geeinigt. Wir sind sehr zufrieden und fürs erste prima ausgerüstet! In den letzten Tagen dieses Jahres konnten wir dann auch noch die Nachmiete für das Stöckli regeln: Das radiesli mietet nun auch per 01.01.2016 und hat mit Karin Hermes eine Untermiete bis anfangs Juli vereinbart. Es ist nun also alles unter Dach und Fach und wir erfüllen die Kriterien für ein landwirtschaftliches Gewerbe. Dies ist unter Umständen wichtig, damit wir den neuen Stall bauen dürfen.

Die Hofgruppe

Zur Hofgruppe dazugekommen ist Noemi Töndury, Niculins Schwester und ebenfalls Landwirtin und Agronomin. Sie wird nach einer Reise nach Neuseeland ab nächstem Sommer ebenfalls auf dem Hof arbeiten. So sind wir nun also zu fünft in der Hofgruppe: Niculin und Ursina mit Renato, Noemi, Marion und Annakatharina. Ursina, Niculin, Noemi und Renato werden zusammen auf dem Hof wohnen und das Stöckli eventuell schon im Frühling und spätestens im Juli beziehen.

Zukunftspläne

Am 14. Oktober haben wir an einem wunderschönen Tag mit vielen Menschen zusammen 30 Hochstamm-Obstbäume gesetzt. Dies war eine sehr stimmige erste Aktion für den neuen Hof! Die Baumpatenschaften für diese Zukunfts-"Hostet" sind fast alle vergeben. Wenn alles nach Plan verläuft, gibt es also in einigen Jahren ein Obstabo. Bis Bäume richtig Früchte tragen, dauert es halt eine Weile!

Ganz sicher werden wir nächstes Jahr unsere eigenen Kartoffeln - spezielle "tolle Knollen" und auch „normale“ Sorten, Lager-Rüebli, Zwiebeln und mehr Kürbisse anbauen (Da haben wir ja bisher zugekauft). Auch soll unsere kleine Mutterkuh-Herde möglichst bald ihren umgebauten Stall beziehen können. Auf dem Land sind im Moment Kleegraswiesen und Getreide oder Gründüngung angesät. Die Umstellung auf Bio wird zwei Jahre dauern. Zu Beginn, d.h. in den kommenden ersten Betriebsjahren werden wir noch Produkte im normalen Markt absetzen müssen, unsere Vision ist es aber, die Idee der solidarischen Landwirtschaft vom Gemüseabo auf den ganzen Hof zu übertragen. So wollen wir nach und nach mit Euch zusammen Ideen entwickeln und Möglichkeiten schaffen, weitere Betriebszweige zu tragen und deren Produkte zu teilen (Obst, Eier, Getreide, Fleisch, Pilze, ...) Unsere Ohren sind offen für eure Ideen, Wünsche und Anregungen! Am vergangenen Betriebsgruppentag haben wir u.A. über eben diese zukünftigen Abos und Co. ausgetauscht und Ideen und Möglichkeiten besprochen. Im Frühjahr 2016 werden wir mit konkreten Fragen betreffend eurem Interesse an neuen zusätzlichen Abos auf euch zu kommen.

Bauen

Die Baupläne haben sich etwas geändert. Mittlerweile ist klar geworden, dass es mehr Sinn macht, wenn der Stall für die Mutterkuhherde im ehemaligen radieslihaus entsteht, da dort die Güllengrube gross genug ist und ein viel komfortablerer Laufhof nach hinten hinaus gebaut werden kann. (Auch vorne, in den ehemaligen Ställen hätte ja gebaut werden müssen, damit sie wieder dem nötigen Standard entsprechen). Das bedeutet dann, dass wir im nächsten Frühling unser grosses Folientunnel zügeln und mit der Gemüseverarbeitung sobald wie möglich nach vorne zur Strasse hin, in die ehemaligen Ställe umziehen. Das wird zu Beginn eine grosse Züglete geben, aber wir sind überzeugt davon, dass sich das lohnt! Es bedeutet auch, dass wir die Gemüserei viel komfortabler einrichten können, mit Licht (grössere Fenster), Wärme, Küche, WC, grösseren Kühlräumen (damit wir alles Gemüse bei uns lagern können), ebener Einfahrt.....und wenn wir es schlau einrichten, wird man den zukünftigen Raum auch als Versammlungsraum brauchen können. Zudem finden wir es schön, wenn man uns dann auch von der Strasse her besser wahrnimmt, beim Znüni, mit vielen bunten Blumentöpfen....:)

Luk Nacht ist daran, für uns Aufnahme-Pläne zu zeichnen. Christoph Hirsbrunner wird dann bei Gemeinde und AGR (Amt für Gemeinde- und Raumplanung) eine Voranfrage einreichen. Nach deren Bescheid über unseren Handlungsspielraum können wir dann zügig den Umbau definitiv planen, das Baugesuch einreichen und bauen.

Orgaradiesli - Würzeliorganisation

Am Betriebsgruppentag haben wir zur Klärung der alten neuen radiesli Strukturen eine Art Organigramm entwickelt. Die GmbH taucht bewusst nicht auf, weil sie für uns strukturell keine Wichtigkeit hat, sondern nur die nötige und geeignete juristische Form für die Pacht darstellt.

Aufgaben und Verantwortungen

VereinsmitgliederBetriebsgruppeHofgruppe
Sagen was sie brauchen / wünschen Vermitteln
Kommunikation zwischen Hofgruppe und Vereinsmitgliedern sichern
Sagen was sie brauchen / wünschen

Mitdenken

Gespräche, Versammlungen, Umfragen

Mithelfen

Feldarbeit, Hofarbeit, Mitarbeit

Mittragen

Anteilsscheine, Betriebsbeiträge, Darlehen

Weitertragen

Vom radiesli erzählen

Koordinieren

Finanzbeiträge, Arbeitseinsätze, Verteilung

Überblicken

radiesli Vision mit Augenmass wahren, Rück- und Ausblicken

Arbeiten

Betriebsführung

Koordinieren

Mitarbeit Hofarbeit

Abholen

Direktzahlungen

Kann auf mysradiesli unter Dokumente runtergeladen werden!

Finanzen

Bis zur Vereinsversammlung wollen wir ein erstes Budget ausarbeiten. Einige Zahlen kennen wir schon (Pachtpreis, Versicherung, Lebensbedarf MitarbeiterInnen...), für andere werden wir noch erreichbare Zielgrössen abzuschätzen haben.

Wie schon beim Start des Gemüseprojektes werden wir zu Beginn etwas mehr Geld brauchen, als einfliessen kann.

So werden wir zwei Arten von Darlehen brauchen:

  1. Startkapital: Da dient als Sicherheit der Blick auf die Schaffenskraft aller Beteiligten und die Zuversicht in die Zukunftsfähigkeit der Projekterweiterung. Die Summe wird irgendwo bei 60- 100'000 Franken liegen.
  2. Bau- und Inventarkapital: Da können wir als Sicherheit den Mehrwert der Gebäude und den Buchwert des Inventars (Traktoren, Geräte, Maschinen, Werkzeuge...bis zu den Kühen) bieten. Da wird es um eine Summe von mehreren 100'000.- gehen, mit dem Fortschreiten der Planung werden sich die Zahlen konkretisieren.

Einmal mehr bietet unser Projekt also die Möglichkeit, Geld sicher und sinnvoll anzulegen. Wer das tun möchte, egal wie kleine oder grosse Beträge, der melde sich doch bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gemüse Abo 2016

Ab Januar 2016 hat es wieder einige freie Abos, wer also ein Gemüseabo möchte, kann sich ab sofort anmelden. Wir sind auch froh, wenn ihr es weiter sagt!


Auch froh sind wir übrigens über jegliche Art von Mithilfe, was das Aufbauen des Landwirtschaftsbetriebes angeht. Gerne darf man uns melden, falls jemand einen guten Draht zu einem Bauunternehmen hat, selber mithelfen kann beim Bauen oder sich finanziell mit einem Darlehen oder dem Kauf von weiteren Anteilsscheinen daran beteiligen möchte. Wir werden euch diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden halten!

Das nächste Jahr wird spannend! Wir werden weiterhin berichten.

Mit viel Vorfreude
Die Betriebsgruppe